Keep it fresh – Übersicht
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27.05.2020 Keep it fresh – Online

Mediation in Strafsachen – Kann der Gedanke an “Wiedergutmachung” auch in anderen Mediationen helfen?”

 

„Im Täter-Opfer-Ausgleich geht es nicht nur um die Frage, wie wir mit Kriminalität umgehen, sondern letztendlich um die Frage, wie wir miteinander leben wollen.“ (Claudio Domenig)

„Mediation in Strafsachen“ ist in verschiedener Hinsicht ein besonderes Anwendungsfeld der Mediation, bspw. mit Blick auf Recht und Gesetz, Verantwortung und Beziehung der Beteiligten sowohl untereinander als auch zu sich selbst.

In der „Mediation in Strafsachen“ haben Ausgleichs- und Wiedergut-machungsgedanken als Alternative zum Strafen große Bedeutung.

Unter „Mediation in Strafsachen“ fallen eine Reihe von Ansätzen, die auf der Idee von restorative justice basieren. In Deutschland ist der „Täter-Opfer-Ausgleich“ die bekannteste Form der „Mediation in Strafsachen“.

Wir werden uns bei diesem Keep it fresh mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen der „Mediation in Strafsachen“ und Mediation in anderen Bereichen auseinandersetzen. Dazu möchten wir erstens – und in aller Kürze – Grundideen, Verfahrensweisen, Ablauf, Ziele, Potenziale und Praxis der „Mediation in Strafsachen2 vorstellen.

Zweitens wird es Raum geben, die eigene Mediationspraxis anhand von Reflexionsfragen zu beleuchten, die sich aus den Besonderheiten der Mediation in Strafsachen ergeben und für den Umgang mit schwierigen Situationen in einer Mediation sensibilisieren können (bspw. bei Thematisierung von Opfererfahrungen und Gewalttaten bei der Konflikterhellung).

Drittens möchten wir zum Erfahrungsaustausch einladen, um von- und miteinander zu lernen.

Referent:innen: Clemens Huchel, Berlin und Jenny Scholl, Großbeeren

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20.05.2020 Keep it fresh – Online

Umgang mit „extremen“ Konfliktmustern
auf der Grundlage des Enneagramms

Referent: Tilman Metzger, Lüneburg

Manches Verhalten von Medianden mag uns als ungewöhnlich, unverständlich, ja extrem erscheinen. Mein Eindruck ist, dass wir als MediatorInnen mit ganz bestimmten Konfliktverhaltens-weisen gut umgehen können, mit anderen weniger: So mag z. B. der eine Mediator ein Problem mit aufbrausenden Parteien haben; die andere Mediatorin dagegen mit Parteien, die unter sich schauen und sich ausschweigen.
Meine Hypothese ist, dass wir mit genau den Verhaltensweisen am wenigsten umgehen können, die wir an uns selbst am wenigsten kennen. Der erste Schritt im Umgang mit „schwierigen Medianden“ ist daher die Selbstreflexion: Wie streite ich am liebsten? Was sind meine Fähigkeiten und extremen Muster im Konflikt? Der zweite Schritt ist, andere Muster kennen zu lernen: Welche anderen typischen Konfliktverhaltensweisen gibt es noch? Wie sind die zu erkennen? In einem dritten Schritt kann es gelingen, diese „fremden“ Muster von Innen heraus zu verstehen. Die so entstehende Empathie erleichtert es mir sehr als Mediator souverän mit Konfliktmustern umzugehen, die mir als „extrem“ erscheinen.
Das Enneagramm bietet eine sehr gute Möglichkeit, seine eigenen Muster zu erkennen und zu reflektieren sowie die der anderen zu verstehen. Das Enneagramm ist eine Typologie von neun Wahrnehmungsstilen. Wahr-Nehmung ist ein kreativer, aber weit gehend unbewusster Prozess: Je nachdem, was uns wichter erscheint, je nachdem welche grundlegenden Bedürfnisse für uns zentral sind, selektiert unsere Wahrnehmung bestimmte Aspekte unserer Umwelt, während andere vernachlässigt werden. Unsere Wahr-Nehmung der Umwelt wiederum steuert unser Verhalten.
Dieser Abend bietet Dir Gelegenheit, Deinen eigenen bevorzugten Wahrnehmungsstil zu reflektieren, fremde Wahrnehmungsstile kennen zu lernen und Anregung für den Umgang mit dir wenig bekannten Mustern zu erhalten.
Informationen zum Referenten: www.TilmanMetzger.de

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07.11.2019
Mediationen mit MindMaps visualisieren
Referentin: Silvia Zapke, Berlin

Wir kennen alle den Spruch… „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“.

© by Sebastian Staendecke, modern-props / pixelio.de

Das gilt auch in der Mediation. Denn durch Visualisierung wird das Geflecht eines Konfliktes klarer.

MindMaps können dabei helfen, vor / während oder nach der Mediation Bilder entstehen zu lassen.

Damit ist es sowohl für die Medianten als auch für die Mediatoren möglich, sich einen Überblick zu verschaffen und das gemeinsam vereinbarte Ziel und den Weg dahin nicht aus den Augen zu verlieren.

An dem Abend wird die Strukturierung und Visualisierung durch MindMaps vorgestellt und eingeführt.

In einem zweiten Teil kann anhand einer fiktiven Mediation ausprobiert werden, wie ein MindMap für die Mediation genutzt werden kann.
Die Referentin ist MindMapping Trainerin, Projektmanagerin und Mediatorin und hat viel Erfahrung mit der Anwendung von MindMaps gesammelt, insbesondere bei Mitarbeitergesprächen und Workshops.
Um Anmeldung  wird gebeten.

Wie immer beginnt der Abend mit der Gelegenheit zu einem kurzen Plausch und zum Kennenlernen um 18:30 h. Um 19:00 h geht es dann thematisch bis 21:00 h weiter. Es gibt  Tee, Kaffee, Kaltgetränke und kleine Snacks.

Der Kostenbeitrag in Höhe von 10,00 € (Mitglieder 3,50 €) geht als Spende an den Verein.

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Vorgesehen für 07.11.2019

Fällt wegen Verhinderung der Referentin aus! Wird in 2020 erneut angeboten!

“Was treibt Sie an?” Was ist Ihnen wichtig?”
Das Enneagramm in der Mediation

Referentin: Gaby Schramm, Institut Schramm, Nordheim

Kernziel einer Mediation ist es, die hinter den Positionen der Medianten liegenden Interessen sichtbar zu machen. Kann der Mediator die Streitenden dazu anleiten, so können diese ihren Konflikt lösen. Dazu muss der Mediator zweierlei beherrschen: erstens benötigt er ein Gespür für die Persönlichkeit der Medianten, denn ihre Interessen müssen erkannt werden. Zweitens braucht er ein Gespür  für sich selbst, denn er darf weder sich noch den Konfliktbeteiligten bei diesem Unterfangen im Wege stehen.

Das Enneagramm, als Strukturmodell der menschlichen Psyche, kann dem Mediator dabei wertvolle Dienste leisten. Es zeigt die Charakterseiten von Konflikten und Konfliktpersönlichkeiten. Das Enneagramm enthält Wissen um die Bedürfnisse des Medianten (und des Mediators) und erlaubt, die Umwelt so zu gestalten, um diese Bedürfnisse bestmöglich zu berücksichtigen. Das Enneagramm beschreibt Mechanismen für den Umgang mit Krisensituationen bei jedem der neun Grundtypen, sog. Abwehrmechanismen, und bietet daher Erklärungsansätze für bestimmte Reaktionen auf der Verhaltensebene. Damit hilft es Überraschungen zu vermeiden oder zumindest zu entschärfen und erlaubt zum Teil sogar Vorhersagen für Verhalten, gerade in Situationen von großer innerer Spannung. Enneagramm und Mediator stellen im Kern die gleichen Fragen: “Was treibt Sie an?” und “Was ist Ihnen wichtig?”.

Die Besonderheit des Enneagramm ist aber, dass all die Aspekte in einem geschlossenen, konsistenten System zusammenhängen und mit einer inneren Logik verbunden sind, die freilich nicht in wenigen Worten darstellbar ist. Wäre es so einfach, wäre das Modell zu simpel und damit nicht in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu erklären.

Im Rahmen des Keep it freshs wird sowohl auf den Mehrwert des Modells für die Interessen- und Bedürfnisklärung eingegangen und an konkreten Beispielen methodisch umgesetzt, als auch der potentielle Einfluss der eigenen Struktur des Mediators auf den Mediations-prozess besprochen.

Dabei wird fachlicher Input und Üben miteinander verbunden. Mediatoren (W/M/D), die einerseits ihren Methodenkoffer und ihre Kompetenz  in der Interessen- und Bedürfnisklärung erweitern möchten sowie Lust haben sich selbst, d.h. die eigene Haltung und Wirkung im Mediationsprozess zu reflektieren, werden dabei sicher ihre Interessen befriedigt sehen.

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17.09.2019
Transformative Mediation – “nicht-direktiv” in Konflikten intervenieren.

Referent: Christian Hartwig, Magdeburg

Der der Ansatz der “Transformativen Mediation” bietet eine Höchstmaß an Selbstbestimmung in der Kommunikation. Er stellt die den Menschen (Konfliktpartei) in den Mittelpunkt. D. h. die Konfliktparteien gestalten den Prozess der Mediation weitgehend selbstständig, der Mediator interveniert, wenn z. B. eine Reflexion bei einer der Konfliktparteien notwendig ist oder wenn eine Zusammenfassung für den Fortgang des Prozesses hilfreich sein kann.

Der Abend ist dazu gedacht, Interesse an der Transformativen Konfliktintervention, mit deren Grundlagen und der praktischen Anwendung des Modells zu wecken. Mit Präsentationen, Diskussionen, Demonstrationen und Übungen werden den Teilnehmern die Grundlagen und Prinzipien der transformativen Interventionspraxis erörtert und weitergehende Erkenntnisse für den persönlichen Anwendungsbereich vermittelt. Dabei werden die Ziele und Wirkungsweise des Transformativen Ansatzes zur Konfliktintervention beleuchtet.

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04.07.2019
Systemtheorie im Praxistest – Systemisches für die Mediation

Referent: Dr. Stephan Müller, Berlin

„Systemisch ist, was funktioniert.“ (F. Simon)

Systemisch zu arbeitenist angesagt, immer öfter taucht der Begriff auf – natürlich auch in der Mediation. Aber was ist damit gemeint? Der hohe Abstraktionsgrad der Systemtheorie, als auch ständig neue Inputs und Bedeutungsebenen tragen zur allgemeinen Verwirrung bei Klienten und Mediator_innen bei. Gibt es eine systematische Mediation, oder ist Mediation per se eine systemische Methode, um Konflikte zu bearbeiten?
Dieser Abend soll dazu dienen, die Systemtheorie in groben Zügen vorzustellen und ihren praktischen Nutzen für Mediator_innen zu untersuchen. Systemische Methoden, Interventionen und Begrifflichkeiten sollen beispielhaft besprochen und ausprobiert werden. Welche Fallen gibt es für Mediator_innen und wo liegen die Grenzen des Mediationskonzeptes?

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04.04.2019
TRANSAKTIONSANLYSE (TA) IN DER MEDIATION – Wie kann das Kommunikationsmodell der Transaktionsanalyse (TA) in der Mediation genutzt werden
Referent: Günter Hartmann, hartmanncoaching, Berlin

Die Transaktionsanalyse (TA) von Eric Berne geht in Ihrem Grundmodell von drei Persönlichkeitsebenen aus, aus denen heraus jeder Mensch agiert/reagiert also kommuniziert.
Das Kind-Ich, das Eltern-Ich und das Erwachsenen-Ich, diese Ich-Zustände entwickeln wir bereits in der Kindheit, sie sind bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt.
In der Kommunikation mit anderen, wechseln wir zwischen diesen Ich-Zuständen situationsabhängig hin und her.
Das macht Kommunikation nicht gerade einfach und ist häufig mit eine Ursache für Konflikte und Missverständnisse.
Dies gilt für alle Kommunikationsverhältnisse.
Nach einer kurzen Einführung in die Transaktionsanalyse werden wir uns u. a. folgenden Fragen widmen:
Was bringt uns dieses Kommunikationsmodell in der Mediation?
Woran erkennen wir, aus welchem Ich-Zustand die Medianden gerade agieren/reagieren?
Wie können wir eine ungleiche Kommunikationssituation auf gleiche Augenhöhe bringen?
Wie können wir Mediator_innen ein switchen zwischen den Ich-Zuständen bei den Medianden ”unterbinden”?

In 2018 fand kein Keep it fresh statt.

03.08.2017
GRUNDLAGEN DER FAMILIENAUFSTELLUNG – Wie können Aufstellungen in der Mediation genutzt werden?
Referentin: Sabine Zoll-Fröhlich

Aufstellungen ermöglichen einen völlig neuen Blick auf Familie oder das berufliches Umfeld.
Dadurch kann erkannt werden, wie die Konstellationen und Verbindungen auf das eigene alltägliche Leben wirken.
Anliegen und Fragestellungen können z.B. sein:
* Bin ich an meinem Platz in der Familie?
* Stehe ich im Beruf an meinem Platz?
* Was macht mir das Zusammenleben so schwierig?
Durch lösungsorientiertes Aufstellen und Vorgehen ergibt sich ein neues, authentisches Bild der Familie und des eigenen Lebens. Heilung, Wachstum und ein neues liebevolles Miteinander sind möglich.
Eine Aufstellung kann in der Mediation die Suche nach einer einvernehmlichen Lösung des Konflikts befördern.
An diesem Abend sollen sowohl die Anwendung als auch die Grenznen der Aufstellung in der Mediation erarbeitet werden.

15.06.2017
Visualisierung und Mediation – Anwendungsbeispiele, Chancen und Möglichkeiten
Referentin:Katja Reetz

Bilder verfügen über ein hohes Maß an Anschaulichkeit und Verständlichkeit, sie ermöglichen einen spielerischen Zugang zu komplexen Sachverhalten und verborgenen Gefühlen und Bedürfnissen. Daher spielen im Alltag von MediatorInnen Visualisierungen oftmals eine wichtige Rolle.
Wie kann ich als MediatorIn neben den Sprachbildern das Mediationsverfahren auch durch zeichnerische Visualisierungen bewusst und gekonnt unterstützen? Mit einfachen Tricks und Tipps lernt Ihr eure Flipcharts vom sicheren Rahmen über die Themensammlung hin zu der Zielvereinbarung ansprechend, zugänglich und verständlich für eure Klienten zu gestalten. Dabei werden wir auch auf die besondere Herausforderungen zu sprechen kommen, die gerade in der Verknüpfung von Mediation und Visualisierung liegen.

03.05.2016
”Zertifizierte Mediatorin” und “Zertifizierter Mediator” – was bedeutet das für unsere Mediationspraxis?
Referent: Michael Hirschfeld

Vor fast fünf Jahren, im Juli 2012, ist das Mediationsgesetz verabschiedet worden. Immerhin nur gut vier Jahre hat es gedauert, bis das Justizministerium  seinem Auftrag aus diesem Gesetz nachgekommen ist und Regelungen über den ”Zertifizierten Mediator” – eine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung – erlassen hat.
Diese Regelungen werden am 1. September 2017 in Kraft treten. Nach wie vor wird jeder sich ”Mediator” nennen dürfen; wer aber die geschützte Bezeichnung verwenden will, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
In diesem Keep-it fresh sollen die Regelungen dargestellt und Fragen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen zum Berufsrecht der Mediatoren und Mediatorinnen beantwortet werden.

Der Link zum Thema: Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung –  ZMediatAusbV

02.02.2016
Mind Maps als Visualisierungsmittel in der Mediation
Referent: Günter Hartmann

Mind Maps gelten gemeinhin als gute Hilfe bei strategischen und planerischen Entscheidungen.
Sie können auch im privaten Bereich gut zur Planung von Feiern, Reisen etc. genutzt werden.
Aber nutzen sie auch was in der Mediation?
Mind Maps können beliebig ergänzt werden, sie können also auch einen Prozess abbilden.
Prozesse und Mediationen laufen nicht immer geradlinig ab, dann wird es oft schwierig die listenartig zusammengestellten Konfliktpunkte, Lösungsansätze etc. optisch zu verbinden. Dies scheiint durch Mind Maps leichter machbar zu sein.

01.12.2016
Allparteilichkeit und Diskriminierung – Ein Konflikt für MediatorInnen?
Referentinnen: Juliane Westphal und Dominique Pannke

Zunehmend werden Mediator*innen aktiv im Kontext der Aufnahme von Geflüchteten, z.B. im Dialog mit Anwohner*innen rund um Gemeinschaftsunterkünfte, in der Begleitung von Unterstützergruppen und in der Konfliktbearbeitung in Unterkünften.
Dabei sind wir immer wieder mit Diskriminierung, Generalisierungen und Vorurteilen konfrontiert.
Gerade bei Anwohner*innendialogen  werden diese Meinungen häufig mit starker Emotion und Aggression vorgetragen.Können wir in diesem Kontext mit der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg  arbeiten? Wie schaffen wir es, achtsam und ruhig zu bleiben und das Anliegen hinter den Vorwürfen oder der Klage zu hören? Wie können wir intervenieren ohne unsere Allparteilichkeit zu verlieren?  Können wir alle Beteiligten unterstützen ohne unsere Haltung zu verleugnen?
Und wo braucht es Grenzen?

20.10.2016  
„Feldenkrais® – Unterstützung für den Mediationsprozess?„
Referentin: Ulrike Fruhtrunk, Feldenkrais®-Lehrerin

Die Methode Feldenkrais® unterläuft auf subtile Weise unsere herkömmlichen und gewohnheitsmäßig ausgeführten Haltungs- und Verhaltensweisen.
Über klein, bewusst und sanft ausgeführte Bewegungen können wir, oft verblüffend schnell, neue Bewegungsqualitäten entdecken, die es leicht(er) ermöglichen,  auch in scheinbar „festgefahrenen“ Situationen in andere Richtungen zu gehen und diese spontan zu nutzen.
Durch diese Herangehensweise kann Feldenkrais® nicht nur unser eigener, innerer „Mediator“, sondern auch kluges Stressmanagement für Medianten und Mediatoren sein.
Insbesondere wollen wir jedoch klären, ob die Methode Feldenkrais® die Arbeit von Mediatoren im Mediationsprozess, aktiv unterstützen kann.

22.09.2016
“Geschichten berühren unser Herz –
Storytelling als narrative Intervention in der Mediation”
Referentin: Dr. Hanna Milling, Mediatorin BM©, Ausbilderin BM© 

„Geschichten helfen Kindern einzuschlafen und Erwachsenen aufzuwachen“.Geschichten berühren. Geschichten provozieren. Geschichten bewegen. Geschichten sind in Sprache gegossene Bilder. Sie erreichen Herz und Verstand und können so auf ganz besondere Weise tiefe Erkenntnisse und wirkliche Haltungs- und Verhaltensänderungen einleiten.
Dieser Abend führt Sie in die Kunst des Geschichtenerzählens als wirkungsvolle Methode in der Mediation ein.
Aus unterschiedlichen Perspektiven (psychologisch, neurobiologisch, kulturhistorisch…) wird beleuchtet, wie eine geeignete Geschichte im richtigen Moment ihre Wirkung entfalten und welche Funktionen sie in Konfliktmanagement und Mediation einnehmen kann.

13.07.2016
“Supervision, kollegiale Beratung, Intervision und Coaching – brauche ich das für meine Arbeit als Mediator*in?”
Referentin: Signe Stein

Mediator*innen und Beratende werden in ihrer Arbeit immer wieder mit schwierigen und / oder belastenden Situationen konfrontiert. Als professionell Tätige müssen sie dafür Sorge tragen handlungsfähig zu bleiben. Supervision, kollegiale Beratung, kollegiale Supervision, Intervision und Coaching sind professionelle Instrumente, um die Qualität der eigenen beruflichen Tätigkeit sicherzustellen.
Wo sind die Unterschiede der einzelnen Verfahren und wann ist welche Methode geeignet?
Wer sollte die Verfahren nutzen?
Ist es sinnvoll, als Einzelperson oder besser als Gruppe das eigene Handeln zu reflektieren?

 

28.4.2016
Achtung Empathie – Wieviel hilft Mitgefühl in der Mediation?
Referent: Günter Hartmann

Als MediatorInnen wissen wir: Ohne Empathie gelingt uns keine Verbindung zu den Konfliktparteien, wir bemühen uns daher eine empathische Beziehung herzustellen.
Mal gelingt uns das gut, mal weniger gut.
Wie gelingt es uns, eine empathische Beziehung herzustellen?
Warum gelingt es uns teilweise nur schwer eine empathische Beziehung herzustellen?
Welche Voraussetzungen brauchen wir um eine empathische Beziehung aufbauen zu können?
Was können wir dazu tun?
Ist Empathie trainierter?
Wie kann ich feststellen, ob ich empathiefähig bin?
Wie können wir Mitleid von Mitgefühl unterscheiden?
Was bewirkt Empathie für andere bei uns?
Hat Empathie Nebenwirkungen?

 

10.03.2016
Systemisches Konsensieren – Konflikte in Gruppen einfacher lösen 
Referent: Markus Castro

Das „Systemische Konsensieren” ist:
-ein demokratischeres Verfahren als einen Mehrheitsentscheid zu suchen, um Entscheidungen zu treffen
-weniger Zeit in sinnlose Diskussionen investieren zu müssen
-gezielt wertvolle Ressourcen dort einzusetzen, wo die Gruppe den größten Nutzen erwartet
-die tragfähigsten Lösungen für anstehende Aufgaben suchen.
Der Vorteil von diesem Verfahren ist, dass es sowohl konfliktlösend wirken kann als auch von vornherein Konflikten vorbeugt indem es eine Balance zwischen den Ressourcen der Gruppe und den Anliegen jedes einzelnen anstrebt. Dadurch entsteht eine konstruktive Stimmung, die die Entscheidungsfindung erleichtert und nachhaltig ermöglicht.

28.01.2016
Biografische Aspekte in der Mediation 
Referent: Annette Kurz

Die menschliche Biografie unterliegt Gesetzmäßigkeiten, die Aufschluss geben über die Herausforderungen, vor die wir alle in den unterschiedlichen Lebensphasen gestellt sind. Werden die eigenen Entwicklungsaufgaben nicht erkannt bzw. ergriffen, geraten wir in Konflikte, die uns darauf aufmerksam machen, was wir neu zu lernen haben.

In der Mediation und im Konflikteinzelcoaching sind biografische Kenntnisse und Fähigkeiten eine wertvolle Möglichkeit, den Klienten über eine Lösungsfindung hinaus Sinn und Chance ihrer Konfliktsituation auf tiefer Ebene zu vermitteln.