Keep it fresh – Übersicht

03.08.2017
GRUNDLAGEN DER FAMILIENAUFSTELLUNG – Wie können Aufstellungen in der Mediation genutzt werden?
Referentin: Sabine Zoll-Fröhlich

Aufstellungen ermöglichen einen völlig neuen Blick auf Familie oder das berufliches Umfeld.
Dadurch kann erkannt werden, wie die Konstellationen und Verbindungen auf das eigene alltägliche Leben wirken.
Anliegen und Fragestellungen können z.B. sein:
* Bin ich an meinem Platz in der Familie?
* Stehe ich im Beruf an meinem Platz?
* Was macht mir das Zusammenleben so schwierig?
Durch lösungsorientiertes Aufstellen und Vorgehen ergibt sich ein neues, authentisches Bild der Familie und des eigenen Lebens. Heilung, Wachstum und ein neues liebevolles Miteinander sind möglich.
Eine Aufstellung kann in der Mediation die Suche nach einer einvernehmlichen Lösung des Konflikts befördern.
An diesem Abend sollen sowohl die Anwendung als auch die Grenznen der Aufstellung in der Mediation erarbeitet werden.

15.06.2017
Visualisierung und Mediation – Anwendungsbeispiele, Chancen und Möglichkeiten
Referentin:Katja Reetz

Bilder verfügen über ein hohes Maß an Anschaulichkeit und Verständlichkeit, sie ermöglichen einen spielerischen Zugang zu komplexen Sachverhalten und verborgenen Gefühlen und Bedürfnissen. Daher spielen im Alltag von MediatorInnen Visualisierungen oftmals eine wichtige Rolle.
Wie kann ich als MediatorIn neben den Sprachbildern das Mediationsverfahren auch durch zeichnerische Visualisierungen bewusst und gekonnt unterstützen? Mit einfachen Tricks und Tipps lernt Ihr eure Flipcharts vom sicheren Rahmen über die Themensammlung hin zu der Zielvereinbarung ansprechend, zugänglich und verständlich für eure Klienten zu gestalten. Dabei werden wir auch auf die besondere Herausforderungen zu sprechen kommen, die gerade in der Verknüpfung von Mediation und Visualisierung liegen.

03.05.2016
”Zertifizierte Mediatorin“ und „Zertifizierter Mediator“ – was bedeutet das für unsere Mediationspraxis?
Referent: Michael Hirschfeld

Vor fast fünf Jahren, im Juli 2012, ist das Mediationsgesetz verabschiedet worden. Immerhin nur gut vier Jahre hat es gedauert, bis das Justizministerium  seinem Auftrag aus diesem Gesetz nachgekommen ist und Regelungen über den ”Zertifizierten Mediator“ – eine gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung – erlassen hat.
Diese Regelungen werden am 1. September 2017 in Kraft treten. Nach wie vor wird jeder sich ”Mediator“ nennen dürfen; wer aber die geschützte Bezeichnung verwenden will, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
In diesem Keep-it fresh sollen die Regelungen dargestellt und Fragen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen zum Berufsrecht der Mediatoren und Mediatorinnen beantwortet werden.

Der Link zum Thema: Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung –  ZMediatAusbV

02.02.2016
Mind Maps als Visualisierungsmittel in der Mediation
Referent: Günter Hartmann

Mind Maps gelten gemeinhin als gute Hilfe bei strategischen und planerischen Entscheidungen.
Sie können auch im privaten Bereich gut zur Planung von Feiern, Reisen etc. genutzt werden.
Aber nutzen sie auch was in der Mediation?
Mind Maps können beliebig ergänzt werden, sie können also auch einen Prozess abbilden.
Prozesse und Mediationen laufen nicht immer geradlinig ab, dann wird es oft schwierig die listenartig zusammengestellten Konfliktpunkte, Lösungsansätze etc. optisch zu verbinden. Dies scheiint durch Mind Maps leichter machbar zu sein.

01.12.2016
Allparteilichkeit und Diskriminierung – Ein Konflikt für MediatorInnen?
Referentinnen: Juliane Westphal und Dominique Pannke

Zunehmend werden Mediator*innen aktiv im Kontext der Aufnahme von Geflüchteten, z.B. im Dialog mit Anwohner*innen rund um Gemeinschaftsunterkünfte, in der Begleitung von Unterstützergruppen und in der Konfliktbearbeitung in Unterkünften.
Dabei sind wir immer wieder mit Diskriminierung, Generalisierungen und Vorurteilen konfrontiert.
Gerade bei Anwohner*innendialogen  werden diese Meinungen häufig mit starker Emotion und Aggression vorgetragen.Können wir in diesem Kontext mit der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg  arbeiten? Wie schaffen wir es, achtsam und ruhig zu bleiben und das Anliegen hinter den Vorwürfen oder der Klage zu hören? Wie können wir intervenieren ohne unsere Allparteilichkeit zu verlieren?  Können wir alle Beteiligten unterstützen ohne unsere Haltung zu verleugnen?
Und wo braucht es Grenzen?

20.10.2016  
„Feldenkrais® – Unterstützung für den Mediationsprozess?„
Referentin: Ulrike Fruhtrunk, Feldenkrais®-Lehrerin

Die Methode Feldenkrais® unterläuft auf subtile Weise unsere herkömmlichen und gewohnheitsmäßig ausgeführten Haltungs- und Verhaltensweisen.
Über klein, bewusst und sanft ausgeführte Bewegungen können wir, oft verblüffend schnell, neue Bewegungsqualitäten entdecken, die es leicht(er) ermöglichen,  auch in scheinbar „festgefahrenen“ Situationen in andere Richtungen zu gehen und diese spontan zu nutzen.
Durch diese Herangehensweise kann Feldenkrais® nicht nur unser eigener, innerer „Mediator“, sondern auch kluges Stressmanagement für Medianten und Mediatoren sein.
Insbesondere wollen wir jedoch klären, ob die Methode Feldenkrais® die Arbeit von Mediatoren im Mediationsprozess, aktiv unterstützen kann.

22.09.2016
„Geschichten berühren unser Herz –
Storytelling als narrative Intervention in der Mediation“
Referentin: Dr. Hanna Milling, Mediatorin BM©, Ausbilderin BM© 

„Geschichten helfen Kindern einzuschlafen und Erwachsenen aufzuwachen“.Geschichten berühren. Geschichten provozieren. Geschichten bewegen. Geschichten sind in Sprache gegossene Bilder. Sie erreichen Herz und Verstand und können so auf ganz besondere Weise tiefe Erkenntnisse und wirkliche Haltungs- und Verhaltensänderungen einleiten.
Dieser Abend führt Sie in die Kunst des Geschichtenerzählens als wirkungsvolle Methode in der Mediation ein.
Aus unterschiedlichen Perspektiven (psychologisch, neurobiologisch, kulturhistorisch…) wird beleuchtet, wie eine geeignete Geschichte im richtigen Moment ihre Wirkung entfalten und welche Funktionen sie in Konfliktmanagement und Mediation einnehmen kann.

13.07.2016
„Supervision, kollegiale Beratung, Intervision und Coaching – brauche ich das für meine Arbeit als Mediator*in?“
Referentin: Signe Stein

Mediator*innen und Beratende werden in ihrer Arbeit immer wieder mit schwierigen und / oder belastenden Situationen konfrontiert. Als professionell Tätige müssen sie dafür Sorge tragen handlungsfähig zu bleiben. Supervision, kollegiale Beratung, kollegiale Supervision, Intervision und Coaching sind professionelle Instrumente, um die Qualität der eigenen beruflichen Tätigkeit sicherzustellen.
Wo sind die Unterschiede der einzelnen Verfahren und wann ist welche Methode geeignet?
Wer sollte die Verfahren nutzen?
Ist es sinnvoll, als Einzelperson oder besser als Gruppe das eigene Handeln zu reflektieren?

 

28.4.2016
Achtung Empathie – Wieviel hilft Mitgefühl in der Mediation?
Referent: Günter Hartmann

Als MediatorInnen wissen wir: Ohne Empathie gelingt uns keine Verbindung zu den Konfliktparteien, wir bemühen uns daher eine empathische Beziehung herzustellen.
Mal gelingt uns das gut, mal weniger gut.
Wie gelingt es uns, eine empathische Beziehung herzustellen?
Warum gelingt es uns teilweise nur schwer eine empathische Beziehung herzustellen?
Welche Voraussetzungen brauchen wir um eine empathische Beziehung aufbauen zu können?
Was können wir dazu tun?
Ist Empathie trainierter?
Wie kann ich feststellen, ob ich empathiefähig bin?
Wie können wir Mitleid von Mitgefühl unterscheiden?
Was bewirkt Empathie für andere bei uns?
Hat Empathie Nebenwirkungen?

 

10.03.2016
Systemisches Konsensieren – Konflikte in Gruppen einfacher lösen 
Referent: Markus Castro

Das „Systemische Konsensieren“ ist:
-ein demokratischeres Verfahren als einen Mehrheitsentscheid zu suchen, um Entscheidungen zu treffen
-weniger Zeit in sinnlose Diskussionen investieren zu müssen
-gezielt wertvolle Ressourcen dort einzusetzen, wo die Gruppe den größten Nutzen erwartet
-die tragfähigsten Lösungen für anstehende Aufgaben suchen.
Der Vorteil von diesem Verfahren ist, dass es sowohl konfliktlösend wirken kann als auch von vornherein Konflikten vorbeugt indem es eine Balance zwischen den Ressourcen der Gruppe und den Anliegen jedes einzelnen anstrebt. Dadurch entsteht eine konstruktive Stimmung, die die Entscheidungsfindung erleichtert und nachhaltig ermöglicht.

28.01.2016
Biografische Aspekte in der Mediation 
Referent: Annette Kurz

Die menschliche Biografie unterliegt Gesetzmäßigkeiten, die Aufschluss geben über die Herausforderungen, vor die wir alle in den unterschiedlichen Lebensphasen gestellt sind. Werden die eigenen Entwicklungsaufgaben nicht erkannt bzw. ergriffen, geraten wir in Konflikte, die uns darauf aufmerksam machen, was wir neu zu lernen haben.

In der Mediation und im Konflikteinzelcoaching sind biografische Kenntnisse und Fähigkeiten eine wertvolle Möglichkeit, den Klienten über eine Lösungsfindung hinaus Sinn und Chance ihrer Konfliktsituation auf tiefer Ebene zu vermitteln.