Mediation bedeutet „Vermittlung“ und ist eine Methode, um Konflikte einvernehmlich zu lösen. Der/die Mediator/-in (Vermittler/-in) ist unparteiisch, begleitet und unterstützt die Streitenden bei ihrer Lösungsfindung. Der/die Mediator/-in spricht kein Urteil und ist kein Schiedsrichter.
Die Konfliktparteien entwickeln gemeinsam eine Lösung, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Eine Mediation ist gekennzeichnet durch Vertrauen, Offenheit und Freiwilligkeit. Vorteile der Mediation sind die Eigenverantwortlichkeit der Parteien und die Möglichkeit einer außergerichtlichen Einigung.
Mediation kann eingesetzt werden bei Konflikten in der Nachbarschaft, Schule oder Arbeit sowie bei Streitigkeiten in Partnerschaft und Familie.
Hierbei sind es oft nicht nur zwei Personen (Parteien), die mit Unterstützung einer Mediatorin / eines Mediators ihren Konflikt lösen wollen, sondern sogar Personengruppen oder mehrere Parteien (Personen). Einige Beispiele sollen die Begriffe anschaulicher machen.
Gemeinwesen-, Stadtteil-, Nachbarschaftsmediation
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Eine Hausgemeinschaft hat unterschiedliche Vorstellungen, wie ein MieterInnengarten genutzt werden soll
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Bewohner eines Kiezes möchten gerne eine Spielstraße, damit der Straßenraum nicht nur vorrangig dem Autoverkehr zur Verfügung steht; die Gewerbetreibenden möchten auf Parkplätze nicht verzichten und sind auf den LKW-Verkehr als Zulieferung angewiesen
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Die BewohnerInnen eines Kietzes und die kommunale Verwaltung haben unterschiedliche Vorstellungen wie ein Stadtteilpark angelegt und genutzt werden soll
Arbeit
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Konflikte zwischen KollegInnen, z. B. über die Gestaltung des Arbeitsplatzes mit Pflanzen, das Thema Teeküche oder die Fragestellung, wer für das Aufräumen zuständig ist
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Konflikte zwischen Vorgesetzten und MitarbeiterInnen z. B. zu Arbeitszeiten, um Familie und Beruf gut „unter einen Hut“ zu bringen
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Konflikte zwischen Gewerbetreibenden, z. B. werden Liefertermine nicht eingehalten oder die gelieferte Ware hat nicht die erwartete Qualität
Partnerschaft und Familie
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Konflikte zwischen Kindern und Eltern, z. B. gemeinsame Freizeitgestaltung, wie viel Fernsehen pro Tag, Hausaufgaben
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Konflikte zwischen Partnern, z. B. gemeinsame Interessen / eigene Interessen